Hameln. Hameln, die Stadt der Weserrenaissance, der Sagen und Märchen und Geschichten.



Die Märchenstraße, die Gebrüder Grimm, Wilhelm Busch und Hameln.

Hameln liegt an der Märchenstraße. Diese ist eine Route, die sich an der Märchen- und Sagensammlung der Gebrüder Grimm orientiert.

Die Straße führt von Hanau nach Bremen über 600 Kilometer. Hanau ist der Geburtsort der Gebrüder Grimm. Die Bremer Stadtmusikanten setzen einen Endpunkt auf der Märchentour. Die Geschichte des Rattenfängers von Hameln wird auch von den Gebrüdern Grimm erzählt und ihre Version ist wohl die am weitesten verbreitete im deutschen Sprachraum. Anders als die Märchen von Frau Holle, Schneewittchen, Dornröschen und den Stadtmusikanten handelt es sich in Hameln aber um eine Sage. In Hameln hat die Geschichte einen Wahrheitsgehalt, denn die Kinder, vielleicht auch Jugendliche oder junge Erwachsene, sind tatsächlich aus der Stadt verschwunden.

Auch das Datum, mit 1284 angegeben, dürfte stimmen. Der Auszugs der jungen Menschen und die Vertreibung der Ratten sind wohl später miteinander verbunden worden. Dass es in einer Stadt, die zahlreiche Getreidespeicher hatte und mit Getreidehandel Geld verdiente, dass dort auch Ratten ein gutes Auskommen fanden und allein aus Sicht der Kaufleute zur Plage wurden, ist leicht vorstellbar.

Rattenfänger gab es im Mittelalter auch tatsächlich. Sie gehörten zum "fahrenden Volk", wanderten also umher und genossen kein hohes Ansehen. Dass es zwischen einem solchen Rattenfänger und einem selbstgefälligen Stadtrat zum Konflikt um die angemessene oder sogar zugesicherte Bezahlung kommen kann, ist gut vorstellbar. Diese Geschichte vom Betrug an dem Rattenfänger wurde dann mit dem Verschwinden der Kinder verwoben.

Auf der Märchenstraße sind von Hameln aus besonders gut der "Nachbar" Münchhausen in Bodenwerder und ein Stück weseraufwärts die Teufelsmühle zu erreichen. Die wunderschöne Sababurg, die Dornröschen vorstellbar werden läßt, ist ein größerer Ausflug.

Auf der anderen Seite wirbt Bad Oeynhausen mit seinem "Deutschen Märchenmuseum". In Brakel besteht das Literaturmuseum Bökerhof, das aber nur sonn- und feiertags von April bis Oktober geöffnet ist (Tel.05251/603093). Der Bökendorfer Romantikerkreis lieferte den Gebrüdern Grimm die meisten ihrer plattdeutschen Märchen.

Nicht zur Märchenwelt gehörend, aber nicht so weit davon entfernt und wert, sich damit zu beschäftigen, das sind Wilhelm Busch und seine Geschichten. Mit Hameln war er eine zeitlang innerlich eng verbunden, als er gern in der Fischpfortenstraße wohnte. Es waren aber wohl nicht allein die Anziehungskraft unserer Stadt oder die Freundlichkeit seiner Verwandten als vielmehr der Liebreiz der Nachbarstochter, die ihn zu seinen wiederholten Besuchen veranlassten.

In Hannover, unmittelbar neben den Barock-Gärten von Herrenhausen, ermöglicht das Wilhelm Busch Museum eine ausfühliche Beschäftigung mit dem Meister der Zeichnung. Wechselnde Ausstellungen dort, wie auch die nahen Gärten, Gewächshäuser und botanischen Einrichtungen sind allein einen Besuch der Landeshauptstadt wert.

Märchenhaftes und Legenden gibt es in Hameln selbst aber auch noch zu berichten. So werden die Besucher bei der Stadtführung von der Fischpfortenstraße zum Himmelreich geführt und erfahren einiges über den Basilisken. Auf der Bäckerstraße steht das Haus mit der Darstellung der Geschichte vom Zwergengold.

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