Hameln, Architektur, Kunst und Kulturgüter im Weserraum.



Eine Reise im Weserbergland.

Unvergesslich wird sicher eine Dampferfahrt auf der Weser bleiben. Es geht besinnlich zu und wer einen Blick für Schönheiten der Landschaft hat, der wird eine solche Fahrt nie bereuen.

Wo einst die Dampfer von ihrem berühmten Oberweserdampfschifffahrtskapitän geführt wurden, verkehren nun die Schiffe der “Flotte Weser”.

Es ist nicht nur eine Fahrt durch ein Geschichten- und Märchenbuch. Beginnt man die Fahrt in Hameln und fährt weseraufwärts in Richtung Karlshafen, so kommt man vorbei an Schloss Hehlen, Bodenwerder (zum Lügenbaron Münchhausen) zur Burg (-Ruine) von Polle.

Der Fluss schlängelt sich durch das Tal, so dass man immer wieder andere Perspektiven hat. Und die Landschaft zeigt sich vom Fluss aus von ihrer besonders schönen Seite.

Vorbei ziehen Holzminden, die Klosteranlage von Corvey, Höxter, die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Karlshafen.

Bad Karlshafen ist Endpunkt oder Startpunkt der Fahrt mit der "Flotte Weser".

Die Stadt Bad Karlshafen hat ihren eigenen Reiz, weil sie nicht aus einem historischen Ortskern heraus gewachsen ist, sondern als barocke Anlage mit rechteckiger Straßenführung gestaltet wurde. Sie bildete für Hessen-Kassel den Zugang zum Meer.
Und tatsächlich verließen nicht nur hessische Waren auf diesem Weg das Land, sondern auch eine große Zahl hessischer "Landeskinder" fuhren über die Weser nach Norden.

Die sprichwörtlich "armen Hessen" mussten in Amerika als Soldaten dienen oder suchten in der "Neuen Welt" eine neue Existenz.

   

In einer Schlossanlage über der Weser wurde die Porzellanmanufaktur in Fürstenberg eingerichtet. Sie ist eines der traditionsreichen Keramikunternehmen. Nachdem 1710 das europäische Porzellan in Dresden erfunden worden war, setzte die Meißener Manufaktur das Rezept als erste glanzvoll um.

      Fürstenberg gehörte zu den frühen Besitzern des “Arkanums”, des begehrten Geheimnisses. In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts versuchten viele Landesherren Manufakturen für “echtes” Porzellan (nicht Fayence) einzurichten. Trotz einiger Erfolge in den zahllosen kleinen und großen Fürstentümern in deutschen Landen, blieb das Porzellan weiterhin teuer und hochgeschätzt, wenn es von sehr guter Qualität war.  
  Nach Meißen ist Fürstenberg heute die älteste Porzellanmanufaktur, die bei uns noch in Betrieb ist. Ihre Erzeugnisse gehörten und gehören mit zum Besten, was man in Europa gefertigt hat, und zeichneten sich immer wieder durch Eigenständigkeit aus.  
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